Vimami Co., Ltd.

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Personalmanagement

Personal

In Thailand ist die rechtliche Stellung der Arbeitnehmer relativ gut. Die meisten Arbeitnehmer kennen ihre Rechte und zögern kaum, ihre Probleme dem Arbeitsamt vorzutragen, welches für den Arbeitnehmer kostenlos agiert.

Aus diesem Grunde ist es auch und gerade für kleine Unter­nehmen am Anfang recht wichtig, dass Arbeitsverträge und Betriebsvereinbarungen wasserdicht und nach thailändischem Recht gültig abgefasst werden.

Regelung der Arbeitszeit

Wenn vertraglich nichts anderes vereinbart wurde, gilt in Thailand eine Wochenarbeitszeit von 48 Stunden. Diese kann auf fünf oder sechs Werktage verteilt sein. Es ist mindestens ein freier Tag pro Woche zu gewähren. Sonn- und Feiertagsarbeit muss individuell geregelt werden. Das selbe gilt für Überstunden und Beschäftigung nach Mitternacht.

Anspruch auf bezahlten Urlaub besteht erst nach einem Jahr des Arbeitsverhältnisses. Die in Thailand gebräuchliche Praxis, dass nämlich ein gesetzlicher Feiertag, der auf ein Wochenende fällt, am darauf­folgenden Montag „nachgeholt“ wird, ist zu beachten. Dieser darf nicht als Urlaubstag gerechnet werden. Desweiteren sind freie Tage zu gewähren bei Todesfällen im engsten Familienkreis, Heirat, Geburt von eigenen Kindern sowie bei bestimmten buddhistischen Zermonien, die wir Ihnen bei Bedarf gerne persönlich erläutern.

Bei krankheitsbedingter Abwesenheit ist nach spätestens drei Werktagen vom Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung eines staatlich anerkannten Krankenhauses vorzulegen. Bei Verdacht auf Missbrauch kann diese Bescheinigung auch schon vorher gefordert werden. Es ist eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von maximal 30 Tagen pro Jahr zu gewähren.

Einer werdenden Mutter sind mindestens 90 Tage Schwangerschaftsurlaub zu gewähren, wovon 45 Tage bezahlt werden müssen.

Arbeitsverträge

Arbeitsverträge sollten, wie alle Verträge in Thailand, zweisprachig abgefasst sein. Im Streitfalle gilt jedoch ausschliesslich die Thai-Fassung. Wenn wir die Verträge erstellen, garantieren wir für Identität der beiden Versionen. Konkurrenzverbote können in Thailand nicht rechtswirksam ausgesprochen werden. Sehr wohl kann aber Kundenschutz (z.B. bei Manager-Positionen) vereinbart und auch durchgesetzt werden.

Es kann ein Vertrag auf Probe bis zu drei Monaten abgeschlossen werden, der einmal verlängert werden kann. Die maximale Probezeit beträgt somit bis zu sechs Monate.

Betriebsvereinbarungen

Wenn ein Unternehmen mehr als zehn Mitarbeiter hat, müssen mit Betriebsvereinbarungen alle inner­be­trieb­lichen Abläufe gesteuert werden. Dies sind z.B. Arbeits­zeiten, Pausen, Abwesenheit wegen Krankheit, persönliche Erscheinung, Arbeitskleidung, Benutzung von Internet-Zugängen für private Zwecke, private Telefonate und dergleichen. Auch bei weniger als zehn Arbeitnehmern ist eine solche Betriebsvereinbarung sinnvoll. Sie wird wirksam durch Unter­schrift aller Mitarbeiter (die gefordert werden kann) und sichtbaren Aushang in thailändischer Sprache. Sie können bei Bedarf jederzeit geändert werden.

Abmahnung, Kündigung und Streitigkeiten

Werden Betriebsvereinbarungen schuldhaft nicht eingehalten, sind Abmahnungen möglich. Nach drei Abmahnungen ist eine Kündigung möglich. Hierbei ist unser Bestreben, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, sondern bereits im frühen Vorfeld durch persönliche Gespräche eine für beide Parteien zufrieden­stellende Lösung zu finden, die letztlich dem Betrieb zugute kommt.

Kündigungen werden in der Regel mit einer Frist von 30 Tagen ausgesprochen. Fristlose Kündigungen können nur wegen schwerer Vergehen und strafbarer Handlungen ausgeprochen werden.

Hat das Arbeitsverhältnis mindestens 120 Tage und nicht länger als ein Jahr gedauert, ist eine Kompen­sa­tions­zahlung von einem Monatslohn zu gewähren. Bei einem Arbeitsverhältnis von mindestens einem Jahr und nicht länger als drei Jahren, erhöht sich die Kompensationszahlung auf drei Monatslöhne.

Mindestens drei Jahre und nicht länger als sechs Jahre: sechs Monatslöhne.
Mindestens sechs Jahre und nicht länger als 10 Jahre: acht Monatslöhne.
Über 10 Jahre Betriebszugehörigkeit: 10 Monatslöhne Kompensationszahlung.

Bitte beachten Sie bei allen Streitigkeiten mit Ihren Mitarbeitern, dass Thais, insbesondere bei Zurecht­weisungen, dass Thais oft völlig anders reagieren als Sie das in Ihrem Heimatland gewöhnt sind. Sie sind daher gut beraten solche Dinge von Thai-Personen regeln zu lassen. Wir übernehmen solche Verhandlungen gerne für Sie.

Mitarbeitersuche

Wir inserieren in geeigneten Medien, suchen Mitarbeiter nach Ihren Vorgaben, treffen eine Vorentscheidung anhand der vom Bewerber eingereichten Unterlagen, führen erste Einstellungsgespräche und schlagen Ihnen geeignete Kandidaten vor. Die Entscheidung bleibt selbstverständlich Ihnen vorbehalten.

Schlichtung und Vertretung vor Gericht

Bei Streitigkeiten im arbeitsrechtlichen Bereich wird das thailändische Arbeitsamt zunächst immer beide Parteien vorladen, mit dem Ziel eine gütliche Eingung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen. Bei diesem Schlichtungsverfahren begleiten wir Sie, sammeln geeignete Belege und Begründungen und wahren Ihre Interessen.

Ist eine Schlichtung nicht möglich, vertreten wir Sie mit eigenen Anwälten vor einem Arbeitsgericht.